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©Stefan Schumacher
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Beteiligte und Partner

Verein der Freunde und Förderer der Musik in Mönchengladbach / Musikfreunde e.V. — Entwicklung der Konzertreihe musik+ und Ermöglichung des Szenografie-Workshops

Stadtbibliothek Mönchengladbach — Kooperationspartnerin und Veranstaltungsort

MedienWerkstatt — Beteiligung Jugendlicher an Gestaltung und Umsetzung

DesignCampus — Initiative hinter der MedienWerkstatt

Paula Vollmer — Szenografie und Leitung des Workshops

Kölner Klassik Ensemble — Ensemble des Duo Kravets–Kassung

Lena Kravets — Violoncello

Tobias Kassung — Gitarre und Komposition

Javier Álvarez Fuentes — Moderation und musikalischer Dialog

Standpunkt — Medienbegleitung

Stefan Schumacher — Fotografie

Musik +

Wie verändert sich ein Konzert, wenn die Distanz zwischen Musikerinnen, Musikern und Publikum nicht einfach als gegeben hingenommen wird?

Mit musik+ entwickelte der Verein der Freunde und Förderer der Musik in Mönchengladbach in Kooperation mit der Stadtbibliothek Mönchengladbach eine neue Konzertreihe für den Wandelsaal der Zentralbibliothek im Carl Brandts Haus. Die Idee war nicht, klassische Musik zu vereinfachen, sondern die Bedingungen des Zuhörens neu zu denken: persönlicher, unmittelbarer und im direkten Austausch mit dem Publikum.

Diese Arbeit begann lange vor dem ersten Ton. Im Rahmen der MedienWerkstatt, einer Initiative des DesignCampus in Kooperation mit der Stadtbibliothek, entwickelten Jugendliche gemeinsam mit der Szenografin Paula Vollmer Raumkonzepte, Moodboards und Kampagnenideen. Der von den Musikfreunden ermöglichte Workshop verwandelte den Wandelsaal durch gezielte räumliche Veränderungen in einen offenen, wohnlichen Begegnungsraum.

Den Auftakt der Reihe gestaltete am 23. April 2026 das Duo Kravets–Kassung des Kölner Klassik Ensembles. Die Cellistin Lena Kravets und der Gitarrist Tobias Kassung verbanden in ihrem Programm Zwischen Traum und Tango Klassik, Tango und zeitgenössische Musik.

 

Als Moderator führte ich durch den Abend. Dabei stand bewusst keine traditionelle Werkeinführung im Mittelpunkt. Ausgangspunkt waren die Musiker und ihre Beziehung zur Musik: Warum gerade diese Stücke? Wie entstehen Arrangements und eigene Kompositionen? Welche Erfahrungen verbinden sie mit diesem Programm? Aus Moderation sollte Gespräch werden — und aus Zuhören eine gemeinsame Erfahrung.

Auch Jugendliche waren unmittelbar an der Umsetzung beteiligt. Das Standpunkt-Team begleitete den Abend mit Organisation, Fotografie, Video, Interviews und Reportagen. Farida, Vivan, Teodora, Caroline, Janina, Justus, Emil, Malina und Helene hielten Stimmen und Eindrücke vor, während und nach dem Konzert fest.

Im Laufe des Abends entstand genau jene Nähe, die das Projekt gesucht hatte. Musiker und Publikum nahmen einander unmittelbar wahr. Musik, Reaktionen und Gespräche wurden Teil desselben Erlebnisses.

musik+ versteht das Konzert deshalb nicht nur als Präsentation eines Programms. Musik entsteht hier in einem Raum, der Begegnung zulässt — zwischen Werk, Musikerinnen und Musikern und den Menschen, die zuhören.

Javier Álvarez Fuentes

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